Die ort- und zeitunabhängige Nutzung der Onlinemedien durch Jugendliche erfordert ein hohes Mass an Medienkompetenz. Ein emanzipatorischer Umgang mit Onlinemedien im Sinne eines verantwortungsvollen und selbst- statt fremdbestimmten Handelns ist gefragt. Mit diesem Anspruch sind bis anhin elf Unterrichtseinheiten entwickelt worden. Im Vordergrund steht die Reflexions- und Sozialkompetenzbildung.

Das aktuelle Themen-Angebot an Unterrichtseinheiten:

Cybergrooming

Cybergrooming – Gefährliche Manipulation, 2 Lektionen
Fachwissen für Lehrpersonen

Cybermobbing 1

Wissen und Verstehen, 3 Lektione

Cybermobbing 2

Unterstützung bei Cybermobbing-Situationen, 3 x 1 Lektion

Gamen 1

Computerspiele faszinieren (verschiedene Aspekte und Dimensionen, mit Genrekunde), 1 bis 2 Lektionen

Gamen 2

Risikobereitschaft und geschlechterspezifische Unterschiede, 2 Lektionen

Online-Glücksspiele

Gefahren einschätzen und Suchtentstehung (3-Stufen-Modell), 2 Lektionen
Fachwissen zu Online-Glücksspiele

Sexting (Sexualisierte Darstellung)

«Sexting» - anzügliche Fotos von sich per Handy versenden und deren Weiterverbreitung durch Dritte, 2 bis 3 Lektionen

Social Media 1

Umgang mit persönlichen Daten im Internet, 2 Lektionen

Social Media 2

Gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Zusammenhänge, 3 Lektionen

Social Media 3

Persönliche Identität im Internet anh. von FB-Profilen, 3 Lektionen

Smartphone

Mein Alltag, mein Smartphone. Ständig verbunden und nie allein!?

 

Einsatz der Unterrichtsmaterialien ohne spezielles Fachwissen im Bereich Neue Medien

Die Kluft zwischen den Jugendlichen, die in digitalen Welten gross geworden sind und den Erwachsenen, die sich erst später mit Online-Medien vertraut gemacht haben, kann ein hemmender Faktor für die Thematisierung im Unterricht darstellen. Für einmal haben die Schülerinnen und Schüler einen Wissensvorsprung.
Hier setzt das Präventionsprogramm «freelance» an. Die Jugendlichen werden methodisch in die Vermittlungsarbeit einbezogen: Die Schülerinnen und Schüler bringen ihre positiven wie auch problematischen Erfahrungen in der Mediennutzung ein. So können Sie sich als Lehrpersonen auf die Förderung der Reflexions- und Sozialkompetenzen konzentrieren. Die Sensibilisierung des Risikoverhaltens, eine kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsum und schliesslich das Erlernen einer konstruktiven Mediennutzung stehen im Zentrum.

«Peer Learning»

Peer Learning ist wo immer möglich in den «freelance»-Unterrichtsmodulen
zum Themenbereich Neue Medien methodisch integriert. Das Austauschen, Lehren
oder Teilen von Expertenwissen und Informationen, von Werthaltungen und
Verhalten findet unter Gleichaltrigen statt. Damit werden selbstbestimmte Erfahrungsprozesse sowie die Selbstsozialisation gefördert.

Methodisch orientiert sich das Peer Learning bei «freelance» nach in sich abgeschlossenen
Unterrichtsmodulen. Schülerinnen und Schüler werden als Expertinnen
und Experten auf der Wissens- wie auf der Erfahrungsebene punktuell einbezogen.
An Stelle einer vollumfänglichen Peer-Tutoren-Instruktion sollen die Schülerinnen
von der Lehrperson situativ methodische Tipps erhalten. Die Rolle als Lehrperson
ist dabei die des Initiators und Lernbegleiters. Seine strukturierende und
vermittelnde Haltung soll eine konstruktive Peer-Interaktion unterstützen und
gleichzeitig verhindern, dass Gruppenprozesse stattfinden, die sich für Beteiligte
nachteilig auswirken.

Infos und Tipps für Lehrpersonen und Peer Learning Groups

ange(k)lickt – eine Medien-Präventions-Performance

Angek(l)ickt steht für eine Live-Bühnen-Performance zum Thema Mediennutzung. Die verschiedenen Inhalte werden in einer neuen Form durch verschiedenste Stilmittel in einer ausgewogenen und spannenden Abwechslung transportiert. Die Präventionsperformance eignet sich für SchiLF-Veranstaltungen, für Elternabende oder als Kick-Off für Projekttage.

Ange(k)lickt ist im Auftrag der Fachgruppe Medienkompetenz — medienkompetenz.li —  entwickelt worden und wird von «freealance» unterstützt.

www.angeklickt.li

Medienbildung

Lehrmittel und Unterrichtshilfen

für Primar- bis Sekundarstufe I

Eine aktuelle Übersicht herausgegeben von der Pädagogischen Hochschule Thurgau zusammen mit Projektgruppe freelance. Sie zeigt auf, welche Lehrmittel sowie welche Portale Lehrerinnen und Lehrern zur Verfügung stehen, wenn sie ihre Schülerinnen und Schüler im Umgang mit neuen Medien unterstützen möchten.

Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass eine Förderung von Medienkompetenz nachhaltig unterstützende Wirkung zeigt. Kinder und Jugendliche mit hoher Medienkompetenz können riskante Situationen besser einschätzen, sind in ihrem Handeln sicherer und
ziehen rasch und aktiv Grenzen oder wissen sich besser, Hilfe zu organisieren.

PDF Übersicht

Konzept und Erhebung

Als Basis für die Entwicklung der Unterrichtsmodule dient das Konzept sowie die Erhebungen:

«freelance»-Konzept Neue Medien

Erhebungen, Abklärungen, Vergleiche

Entwicklungspartner

Ein Fachpool mit Personen aus den Bereichen Medienpädagogik, Prävention, Jugendmedienschutz und Kommunikation fungiert als Entwicklungs- und Reflexionspartner für die Erarbeitung der Unterrichtseinheiten.
Fachpool- und Entwicklungspartner

Aktualisierungen

Neue Medien sind ständig technischen Veränderungen unterworfen - mit Auswirkungen auf das Konsum- und Nutzungsverhalten Jugendlicher. Sämtliche «freelance»- Unterrichtseinheiten werden fortlaufend auf die neusten Entwicklungen und Trends hin aktualisiert.

Auf den Unterrichtseinheiten ist unten links jeweils die aktuelle Version mit Datum gekennzeichnet.
Bitte überprüfen Sie Ihre bereits heruntergeladenen Einheiten periodisch auf ihre Aktaulität.